Stadtbibliothek Elsdorf

Sammelsurium

Archiv für das Schlagwort “London”

Lesetipp im September

Liebe Leser,

seit einiger Zeit höre ich schon die Hörbücher von Mhairi McFarlane. Das neueste Buch der Autorin heißt „Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt„. Die Hörbücher werden gelesen von Britta Steffenhagen und sie macht das einfach fantastisch! Ihre interessante Stimme passt perfekt zu den Büchern und hat schon häufiger dazu geführt, dass ich mir Berge von Bügelwäsche oder lange Autofahrten gewünscht habe, um möglichst lange am Stück zuhören zu können. Bei welcher Gelegenheit hört ihr eigentlich am liebsten Hörbücher?

Nun aber zum Buch. Diesmal habe ich es gelesen und parallel dazu auf dem Weg zur Arbeit das Hörbuch gehört. Zum ersten Mal ist mir dabei bewusst aufgefallen, dass das Hörbuch gekürzt wurde. Macht nichts, Hörbuch gut und stimmig, Roman selbst klasse!

„Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ ist ein entzückender Liebesroman, der mit einem liebevollen Blick auf die Personen wunderbar leicht und humorvoll geschrieben wurde.

Darum geht es: Werbetexterin Edie küsst auf der Hochzeitsfeier von Kollegen ausgerechnet den Bräutigam und wird in der Folge in den sozialen Medien heftig gemobbt. Nur ihr Chef hält noch zu ihr und schickt sie aus London fort in ihre Heimatstadt Nottigham, wo sie als Ghostwriterin die Biografie des angesagten Filmschauspielers Elliot Owen schreiben soll. Ihr ahnt es sicher und deshalb ist es auch kein Geheimnis, dass es tüchtig knistert zwischen den beiden… Doch das Buch hat über 540 Seiten, da kann das nicht alles gewesen sein – deshalb lest besser selbst! Oder hört das Hörbuch.

Da ich nicht die einzige bin, die die Romane von Mhairi McFarlane mag, habe ich alle ihre Bücher und Hörbücher für die Bibliothek eingekauft und einige finden sich auch in der Onleihe Erft!

Viel Spaß beim Dahinschmelzen wünscht

Birgit Weber

 

Advertisements

Lesetipp im Juni

Liebe Leser,

Kennt ihr schon „Die Liebe in diesen Zeiten“ von  Chris Cleave? Ich habe den Roman gerade ausgelesen und finde ihn empfehlenswert.

Darum geht’s: Mary North, Tochter aus gutem Haus, lebt sorgenfrei in London bis im 2. Weltkrieg die ersten Bomben auf die Stadt fallen. Voller Enthusiasmus meldet sie sich freiwillig zum Kriegsdienst und soll Schulkinder in die Evakuierung begleiten. Hier fällt ihr der dunkelhäutige Zachary auf, der sich beim Lesen und Schreiben schwertut und es auch sonst nicht leicht hat. Durch ihre Lehrerinnentätigkeit lernt sie Tom kennen und über ihn schließlich Alistair, den es mit der Air Force nach Malta verschlägt.

Soweit die Rahmenhandlung – Krieg, schwierige Liebesbeziehung und der Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten. Klingt nicht neu, ist es auch nicht. Das Besondere an dem Buch ist jedoch die emotionale Tiefe, in die die Geschichte gräbt und den Leser mitten ins Herz trifft. Was passiert mit den Menschen, die den Luftschutzkeller verlassen und eine neue Welt betreten? Wie kann ein Soldat auf den heißen und staubigen Felsen von Malta Trost in einem Marmeladenglas finden? Wie war es wirklich, in England ein Kind mit dunkler Haut zu sein?

Das Buch wirft viele Fragen auf. Ihr sucht Antworten? Das Buch lesen ist ein erster Schritt.

Entleihbar in der Stadtbibliothek und in der Onleihe Erft.

Viele Grüße

Birgit Weber

P.S. Falls es euch interessiert, könnt ihr hier dem Autor zuhören, wie er zu seinem Buch inspiriert wurde.

Lesetipp im April

Liebe Leser,

ich weiß, es ist ein Bestseller, aber da ich mich auf dieses Buch lange gefreut und es dann gierig verschlungen habe, möchte ich es euch jetzt auch dringend empfehlen:

ErntedesBösen

Es handelt sich bei „Die Ernte des Bösen“ um den 3. Band der Reihe um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott, der aus der Feder von Robert Galbraith alias Joanne K. Rowling stammt. Ich fand bisher alle Bände gut – aber dieser ist der beste und spannendste! Wieder dürfen wir uns an diesem ungleichen Gespann ergötzen und ihre Beziehungen werden auf harte Proben gestellt. Der Ekelfaktor kommt auch diesmal nicht zu kurz, passt aber mal wieder perfekt zur Geschichte und ist daher nötig (nur für diejenigen unter euch, die es eigentlich gerne unblutig haben).

Der Fall besteht aus der Suche nach einem Mörder, der seine Opfer nicht nur niedermetzelt, sondern zerstückelt und gerne fleischliche Souvenirs behält. Strike konzentriert sich auf drei Verdächtige, die Robin gefährlich nahe kommen, denn alles beginnt mit einem Päckchen an die junge Frau, in dem sich ein abgetrenntes Bein befindet. Querverbindungen zu Strike liegen nahe, da er einst nur mit einem halben Bein aus Afghanistan zurückkehrte. Dies ist zwar eine andere Geschichte aber dennoch wichtig…

Bitte unbedingt lesen und vorher vielleicht bei uns ausleihen!

Viel Spaß beim Lesen, Rätseln und Gruseln wünscht

Birgit Weber

Lesetipp im September

Liebe Leser,

hier seht ihr meinen Lesetipp des Monats – extra groß, weil ich das Cover so gelungen finde:

DSCN1479

„Kings of London“ ist bereits der 2. Band einer Reihe um die Londoner Polizisten Helen Tozer und Cathal Breen. Den ersten Band „Abbey Road Murder Song“ solltet ihr am besten auch gelesen haben, sonst bleiben persönliche Andeutungen etwas rätselhaft.

Das Buch spielt im Swinging London 1968. Hier dürft ihr schon mal euer Kopfkino einschalten und euch in die damalige Zeit zurückversetzen. Alles was ihr jetzt hoffentlich seht, kommt im Buch vor, aber…

Mich haben vor allem die Hauptpersonen und ihre persönlichen Geschichten begeistert. Sie machen diese Krimireihe so besonders. In den zeitgenössischen Kriminalromanen agieren selbstverständlich weibliche Polizist(inn)en, doch Temporary Detective Constable Tozer hat es extrem schwer. Sie darf noch nicht einmal den Polizeiwagen fahren. Natürlich ist der zu lösende Kriminalfall auch sehr spannend und wenn ihr Lust habt, könnt ihr bei guten Englischkenntnissen hier ermitteln, was es mit den ganzen Dienstbezeichnungen der Polizisten auf sich hat.

Mich hat die Geschichte richtig gepackt und wer jetzt neugierig geworden ist, kann sie natürlich bei uns ausleihen. Noch ein Tipp: Band 1 bieten wir euch auch als Hörbuch und in der Onleihe Erft.

Viel Spaß damit wünscht

Birgit Weber

Auflösung des literarischen Rätsels

Liebe Leser!

Die Frage lautete: „Wer wohnte in London, Baker Street 221b?“

Die Adresse gibt es wirklich, doch der berühmte Bewohner ist diese Person hier, die niemals real war, aber dank der Romane von Sir Arthur Conan Doyle ein literarisch bedeutsames Leben führte:

P1030324

Baker Street 221b

Plakette am Haus London, Baker Street 221b

Und so sieht es heute unter der berühmten Adresse aus:

Baler Street 221b

London, Baker Street 221b

Baker Street 221b

London, Baker Street 221b

Natürlich ist hier das Sherlock Holmes Museum beherbergt!

Das nächste literarische Rätsel erscheint am 11. Februar 2013!

Viele Grüße

Birgit Weber

Wenn Bibliothekare verreisen 2

Liebe Leser!

Brandneu erschienen ist der neue Inspektor-Linley-Roman von Elizabeth George:

Die Reihe verfolge ich bereits seit Linleys erstem Fall. Diesmal ermitteln der smarte Inspector und seine geniale Assistentin Barbara Havers bereits in ihrem 17. Fall.

Auch dieses Buch hat mir gut gefallen, obwohl ich schon andere Stimmen gehört habe. Der Kriminalfall ist in der Tat etwas dürftig, aber die Rahmenhandlung, die für mich immer das Wichtigste an den Inspector-Linley-Romanen ist, vermag auch diesmal zu fesseln. Urteilen Sie einfach selbst! Das Buch und seine Vorgänger sind im Buchhandel erhältlich und natürlich in der Stadtbibliothek Elsdorf entleihbar!

Im Moment habe ich Urlaub und war für ein paar Tage in London. Das war die Gelegenheit,  mir die wiederkehrenden Schauplätze der Romane live anzusehen und einige Rätsel zu lösen, die mich schon länger beschäftigen.

Wissen Sie, was „Pop-Tarts“ sind? Barbara toastet sie sich zum Frühstück. Leider konnte ich nicht ergründen, was das ist. Wer kann mir helfen?

Kennen Sie „Marmite“? Ich meine mich zu erinnern, dass Barbara es sich mit Leidenschaft auf ihre Toasts streicht.. Als ich eine kleine Verpackungseinheit (sah aus wie eine Kaffeemilchportion) dieses Hefeextraktes auf dem Frühstücksbüffet meines Hotels erblickte, musste ich natürlich gleich zugreifen. Mutig öffnete ich die Verpackung. Der Geruch, der mir entgegenwehte, brachte mich jedoch sofort von meinem Vorhaben ab, dieses Lebensmittel zu probieren… Also: Barbara Havers hat nicht nur einen schlechten Modegeschmack, auch ihre Essgewohnheiten muss ich nicht übernehmen!

A propos Hotel –  diese „Bibliothek“ gab es in meinem Hotel:

gesehen im Ibis Hotel Blackfriars, London

Echte Bücher sind mir ja lieber, aber dieses Ambiente ist doch sehenswert, oder?

Viele Grüße

Birgit Weber

Beitragsnavigation