Stadtbibliothek Elsdorf

Sammelsurium

Archiv für die Kategorie “Lesetipp des Monats”

Lesetipp im Januar

Liebe Leser,

wie gefällt euch dieses Cover?

Mich hat es dazu bewegt, das Buch zu lesen – Beerdigungen in einem Jugendbuch, das klingt in Kombination mit dem Wort „Love“ doch sehr vielversprechend!

Matt ist ziemlich unglücklich. Seine Mutter ist gerade gestorben und sein Vater ergibt sich voller Trauer dem Alkohol. Matt braucht Ablenkung und sucht sich einen Job. In einer Hähnchenbraterei trifft er sein Schicksal: Mr. Ray bietet ihm an, in seinem Beerdigungsinstitut auszuhelfen. Nach einigem Zögern nimmt der Junge an und erlebt, dass die Betrachtung anderer Trauernder ihm hilft, seine eigenene Traurigkeit anzunehmen. Außerdem trifft er Love, ein Mädchen, das nicht nur einen ungewöhnlichen Namen hat.

Eine tief berührende Geschichte mit interessanten Blickwinkeln, liebenswürdigen Personen und wunderbar humorvoll geschrieben. Eine echte Bereicherung.

Viele Grüße

Birgit Weber

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Lesetipp im Dezember

Liebe Leser,

auf der Buchmesse in Frankfurt zog mich dieser Roman magisch an: „Der Frauenchor von Chilbury“ von Jennifer Ryan. Das Cover finde ich sehr gelungen (im nachhinein betrachtet vielleicht ein wenig zu idyllisch), denn es machte mich neugierig auf das Buch. Gerade habe ich es ausgelesen und es hat meine Erwarteungen voll erfüllt. Ein wunderbarer Schmöker aus England, der in der Grafschaft Kent kurz nach dem Eintritt Englands in den 2. Weltkrieg spielt. Er beginnt mit der Bekanntmachung des örtlichen Vikars, dass der Kirchenchor aufgelöst werde, weil alle männlichen Stimmen im Krieg seien. Das ruft die Frauen der Gemeinde auf den Plan. Gemeinsam schaffen sie es, nicht nur als Frauenchor weiterzuexistieren, sondern durch ihren Gesang sich selbst und die Welt um sie herum ein kleines bisschen glücklicher zu machen. Klingt vielleicht ein bisschen bieder-altmodisch, doch das Buch ist es ganz gewiss nicht!

In Form von Tagebucheinträgen und Briefen, die einige der Frauen an ihre Lieben schreiben, werden die Geschehnisse im Sommer 1940 aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und verleihen so den Darstellern eine große Vielschichtigkeit und Tiefe. Ich jedenfalls habe mich gut unterhalten gefühlt beim Kampf von Kitty und Venetia um die Liebe, beim durchtriebenen Spiel der Hebamme bei der Geburt eines adeligen Erben und dabei, Mrs Tilling zu beobachten, wie sie sich ständig selbst im Weg steht.

Ein Buch für alle begeisterten Chorsänger, denen bei der Schilderung der muskialischen Szenen sicher das Herz aufgehen wird, für alle, die ein Faible für englisches Flair haben und für Fans gut geschriebener Frauenromane mit historischem Hintergrund.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Birgit Weber

P.S. Eure Meinung zu dem Buch würde mich auch interessieren!

Lesetipp im November

Liebe Leser,

gerade habe ich eine neue Reihe für mich entdeckt: „Der zweite Reiter : Ein Fall für August Emmerich“ von Alex Beer. Bei der Lektüre dachte ich die ganze Zeit, Alex Beer sei ein Mann. In der Tat handelt es sich jedoch um das Pseudonym der Autorin Daniela Larcher. Eine interessante Erfahrung für mich, dass es tatsächlich einen Unterschied zu machen scheint, ob ein Mann oder eine Frau ein Buch geschrieben hat. Hätte ich nicht gedacht – wie seht ihr das?

Das Buch erinnert mich an die Gereon-Rath-Romane von Volker Kutscher. Wer diese mag, dem wird auch August Emmerich gefallen. Ein weiterer Band, „Die rote Frau“, soll übrigens schon im nächsten Jahr erscheinen.

Der Roman spielt in Wien kurz nach dem 1. Weltkrieg. Große Teile der Bevölkerung leben im Elend und auch Rayonsinspektor Emmerich hat es nicht leicht: Eine Kriegsverletzung am Bein macht ihm schwer zu schaffen, sein kleines privates Glück mit Luise und ihren Kindern wird jäh zerstört, als deren gefallen geglaubter Ehemann doch lebend zurückkehrt, sein Chef hat keine Ahnung von Polizeiarbeit und auch sein neuer Assistent scheint ihm keine Hilfe zu sein. Außerdem entdeckt er ein neues Wundermittel gegen seine stärker werdenden Schmerzen – Heroin…

Klingt doch spannend, oder? Natürlich gibt es auch den titelgebenden Fall zu lösen. Hier sorgen gleich mehrere Morde für Aufregung, die irgendwie zusammenzuhängen scheinen und deren Lösung sich Emmerich nur durch nicht ganz legale Methoden und Hilfe von außen nähern kann.

Ein spannendes Lesevergnügen wünscht

Birgit Weber

Lesetipp im Oktober

Liebe Leser,

in diesem Monat empfehle ich euch mein persönliches Buch des Jahres : „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah. Es spielt im zweiten Weltkrieg in Frankreich und erzählt die Geschichte zweier ungleicher Schwestern und ihre Rollen im französischen Widerstand gegen die Deutschen.

Mich hat das Buch fasziniert, weil es eine gute Story unglaublich spannend erzählt, voller raffinierter Winkelzüge steckt und von Geschehnissen berichtet, die unerwartet mitten ins Herz treffen. Ich warne euch – Vianne und Isabelle werden euch noch lange begleiten!

Der Roman erschien bereits 2016. Ihr könnt ihn bei uns ausleihen oder auch als E-Book in der Onleihe Erft. Wer lieber hört als liest, findet bei uns auch das Hörbuch, gelesen von Luise Helm (Interpretin der Bücher von Jojo Moyes, einfach klasse!). Am 9. Oktober erscheint übrigens das Taschenbuch.

Spannende Leseerlebnisse wünscht

Birgit Weber

 

Lesetipp im September

Liebe Leser,

seit einiger Zeit höre ich schon die Hörbücher von Mhairi McFarlane. Das neueste Buch der Autorin heißt „Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt„. Die Hörbücher werden gelesen von Britta Steffenhagen und sie macht das einfach fantastisch! Ihre interessante Stimme passt perfekt zu den Büchern und hat schon häufiger dazu geführt, dass ich mir Berge von Bügelwäsche oder lange Autofahrten gewünscht habe, um möglichst lange am Stück zuhören zu können. Bei welcher Gelegenheit hört ihr eigentlich am liebsten Hörbücher?

Nun aber zum Buch. Diesmal habe ich es gelesen und parallel dazu auf dem Weg zur Arbeit das Hörbuch gehört. Zum ersten Mal ist mir dabei bewusst aufgefallen, dass das Hörbuch gekürzt wurde. Macht nichts, Hörbuch gut und stimmig, Roman selbst klasse!

„Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ ist ein entzückender Liebesroman, der mit einem liebevollen Blick auf die Personen wunderbar leicht und humorvoll geschrieben wurde.

Darum geht es: Werbetexterin Edie küsst auf der Hochzeitsfeier von Kollegen ausgerechnet den Bräutigam und wird in der Folge in den sozialen Medien heftig gemobbt. Nur ihr Chef hält noch zu ihr und schickt sie aus London fort in ihre Heimatstadt Nottigham, wo sie als Ghostwriterin die Biografie des angesagten Filmschauspielers Elliot Owen schreiben soll. Ihr ahnt es sicher und deshalb ist es auch kein Geheimnis, dass es tüchtig knistert zwischen den beiden… Doch das Buch hat über 540 Seiten, da kann das nicht alles gewesen sein – deshalb lest besser selbst! Oder hört das Hörbuch.

Da ich nicht die einzige bin, die die Romane von Mhairi McFarlane mag, habe ich alle ihre Bücher und Hörbücher für die Bibliothek eingekauft und einige finden sich auch in der Onleihe Erft!

Viel Spaß beim Dahinschmelzen wünscht

Birgit Weber

 

Lesetipp im August

Liebe Leser,

noch nicht zu spät für diesen Monat gibt es den traditionellen Lesetipp, Die Überfahrt“ von Mats Strandberg. Mein Interessse an dem Buch wurde geweckt durch das Zitat auf dem Buchrücken von Asa Larsson: „Mats Strandberg weiß, wie man einen Thriller schreibt. Ich werde nie mehr an Bord einer Ostseefähre gehen.“ Grusel, grusel, das klingt spannend, oder? Ist es auch, aber anders als ich dachte… Wer jetzt eine Geschichte à la  „Passagier 23“ von Sebastian Fitzek erwartet, wird sich wundern. Dunkle Gestalten schleichen sich an Bord und starke Nerven sind gefragt. Mir war die Erzählweise zum Teil etwas sehr drastisch grausam, doch wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird bestens unterhalten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Birgit Weber

P.S. In Elsdorf gibt es am 1.9.2017 auch ein Thriller-Event. Arno Strobel liest aus „Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe“. Demnächst mehr dazu!

 

Lesetipp im Juli

Liebe Leser,

in diesem Monat möchte ich euch „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann ganz besonders ans Herz legen. Das Buch ist allerdings keine leichte Kost. Dies nur zur Warnung.

Erzählt wird auf drei Zeitebenen:

Hanno findet an einem eiskalten Januartag 1947 auf der Suche nach Material, das sich auf dem Schwarzmarkt verkaufen lässt, eine nackte Frauenleiche in den Trümmern Hamburgs. Schön wie Marmor sieht sie aus. Gleichzeitig läuft seiner Schwester Wiebke, die vor dem Haus Schmiere steht ein kleiner Junge buchstäblich zu. Plötzlich ist er da, gut gekleidet und sprachlos. Die beiden Kinder nehmen den etwa Dreijährigen mit nach Hause. Er heißt von nun an Joost Dietz und bleibt bei der Familie.

Uckermark, April 1945. Clara Anquist führte ein schönes Leben auf einem Gutshof. Bis immer mehr Flüchtlingstrecks kommen und sich die Familie endlich entschließt, sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen.

Köln, 1992: Anna Meerbaum beschließt, ohne Wissen ihrer Mutter, das ehemalige Familienanwesen in der Uckermarck zu besuchen. Dort trifft sie Menschen, die sich noch an ihre Mutter erinnern. Diese hatte sich ein Leben lang den Fragen ihrer Tochter nach ihrer Vergangenheit verweigert.

Wenn ihr jetzt glaubt, ihr  wisst, wo die Geschichte hinläuft, glaubt mir – ihr liegt garantiert falsch. Neugierig? Dann unbedingt selber lesen!

Das Buch gibt’s bei uns und in der Onleihe Erft zum Ausleihen.

Viele Grüße

Birgit Weber

Lesetipp im Juni

Liebe Leser,

Kennt ihr schon „Die Liebe in diesen Zeiten“ von  Chris Cleave? Ich habe den Roman gerade ausgelesen und finde ihn empfehlenswert.

Darum geht’s: Mary North, Tochter aus gutem Haus, lebt sorgenfrei in London bis im 2. Weltkrieg die ersten Bomben auf die Stadt fallen. Voller Enthusiasmus meldet sie sich freiwillig zum Kriegsdienst und soll Schulkinder in die Evakuierung begleiten. Hier fällt ihr der dunkelhäutige Zachary auf, der sich beim Lesen und Schreiben schwertut und es auch sonst nicht leicht hat. Durch ihre Lehrerinnentätigkeit lernt sie Tom kennen und über ihn schließlich Alistair, den es mit der Air Force nach Malta verschlägt.

Soweit die Rahmenhandlung – Krieg, schwierige Liebesbeziehung und der Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten. Klingt nicht neu, ist es auch nicht. Das Besondere an dem Buch ist jedoch die emotionale Tiefe, in die die Geschichte gräbt und den Leser mitten ins Herz trifft. Was passiert mit den Menschen, die den Luftschutzkeller verlassen und eine neue Welt betreten? Wie kann ein Soldat auf den heißen und staubigen Felsen von Malta Trost in einem Marmeladenglas finden? Wie war es wirklich, in England ein Kind mit dunkler Haut zu sein?

Das Buch wirft viele Fragen auf. Ihr sucht Antworten? Das Buch lesen ist ein erster Schritt.

Entleihbar in der Stadtbibliothek und in der Onleihe Erft.

Viele Grüße

Birgit Weber

P.S. Falls es euch interessiert, könnt ihr hier dem Autor zuhören, wie er zu seinem Buch inspiriert wurde.

Lesetipp im Mai

Liebe Leser,

hurra, der neue Roman von Rebecca Gablé, „Die fremde Königin„, ist gerade erschienen! Deshalb kommt der Buchtipp auch erst jetzt –  die 762 Seiten mussten erstmal gelesen werden. Natürlich hat es sich mal wieder gelohnt, 26,00 € gut investiertes Geld.

Das Thema Otto der Große interessierte mich zunächst nicht wirklich, aber bereits nach den ersten Zeilen war ich mittendrin in der Historie. So wie immer bei Rebecca Gablé – denn schreiben kann die Autorin wie kaum eine zweite. Der Sog der Geschichte war so stark, dass mir auch seitenlange Schilderungen von blutigen Schlachten zwischen Lothringern, Slawen, Obodriten, Ungarn, etc. nicht wirklich etwas ausgemacht haben, konnte ich doch immer weiter mitfiebern, was Gaidemar und seinen Panzerreitern an König Ottos Seite als Nächstes zustoßen würde. Und der Spannungsbogen hält bis zum Schluss, keine Chance zum Aufgeben!

In einem Interview mit der Kölnischen Rundschau verriet die Autorin selbst das Geheimnis ihres Erfolges, nämlich dass historischen Personen immer fiktive Charaktere an die Seite gestellt werden, mit denen sie uns hemmungslos hoffen, bangen, lieben und leiden lassen kann.

Genau so hat mich ihr neues Buch auch diesmal begeistert. Wer mehr über den Inhalt wissen möchte, kann der Autorin selbst zuhören:

Und wer jetzt richtig neugierig geworden ist,  kann „Die fremde Königin“  in Kürze in der Stadtbibliothek ausleihen.

Im Übrigen scheine ich bei weitem nicht der einzige Fan zu sein, denn Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste hat der Schmöker bereits erklommen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Birgit Weber

Lesetipp im April

Liebe Leser,

in diesem Monat gibt es an dieser Stelle einen Hörtipp (indirekt auch einen Lesetipp, weil man zu den Hörbüchern natürlich auch die Bücher selbst lesen könnte 😉 )! Hört ihr gerne Hörbücher? Ich schon. Vor allem beim Bügeln und beim Autofahren nach der Devise „Hörbuch rein – Stress raus“. Ihr seht hier eine kleine Sammlung von Hörbüchern, die mir persönlich besonders viel Spaß gemacht haben:

Eine bunte Mischung von Krimi, Liebe, Familie, Lustigem, Ernstem, Historischem… Wenn ich ein neues Hörbuch einlege, muss mich die Stimme des Sprechers sofort ansprechen. Anders als beim Lesen, kann ich beim Hören nicht abwarten, bis mich die Geschichte fesselt – es geht direkt los oder gar nicht, dann mache ich nämlich das Hörbuch aus. Geht es euch auch so?

Ich wähle mein nächstes Hörbuch nicht nur nach der Geschichte, sondern auch nach dem Sprecher aus. Bei einem guten Hörbuch passt die Stimme des Sprechers perfekt zur Art der Geschichte. Ist das Erzählte lustig oder voll überbordender Fantasie, lasse ich sie mir gerne von Rufus Beck, Katharina Thalbach oder Christoph Maria Herbst vorlesen. Bei Krimis höre ich gerne David Nathan oder Simon Jäger zu. Geschichten über zwischenmenschliche Beziehungen treffen mich, wenn Heikko Deutschmann oder Luise Helm sie vorlesen, direkt ins Herz!

Das sind natürlich alles nur Beispiele aber ich hoffe, eure Neugier auf Hörbücher ist vielleicht ein bisschen geweckt worden. Die Stadtbibliothek und die Onleihe sind voller großartiger Geschichten, probiert es doch einfach mal aus! Vielleicht habt ihr auch einen guten Tipp für mich, welches Hörbuch euch besonders gut gefallen hat…

Viele Grüße

Birgit Weber

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